New York

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Zweites Wochenende hier. Nach dem Aufwachen mitten in der Nacht am Samstag, machte ich mit auf den Weg nach Boston und von dort aus zum ganz großen Ziel, New York. 5 Stunden Busfahrt später war ich dort. Erste Eindrücke von der Stadt: genauso wie ich es mir vorgestellt hatte, laut, dreckig, auf den Straßen Chaos ohne Ende, ständiges Hupen und keiner hält sich an Verkehrsregeln. Der Bus hat innerhalb von NY über eine Stunde gebraucht, bis zur Haltestelle mitten in Manhattan, wo mein Wochenende endlich anfing.

Freunde am anderen Ende der Welt

Ein Paar Blocks weiter habe ich meine Freunde getroffen, die freundlicherweise Ihre Unterkunft mit mir geteilt haben. Noch einmal muss ich feststellen wie klein die Welt ist. Meine Freunde trainieren mit mir in Bonn und waren im letzten Jahr auf einer Weltreise. Ausgerechnet hier war ihre letzte Station, ausgerechnet jetzt. Verrückt sich nach einem Jahr wieder zu sehen und zwar am anderen Ende der Welt. Good times!

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Sehenswürdigkeiten

Von dort aus liefen wir einfach los durch die Stadt. Natürlich ist dann auch an jeder Ecke irgendeine Sehenswürdigkeit.

Nächster geplanter Halt auf der Reise war das 9/11 Memorial. Die Grundfläche der ehemaligen Twin Towers ist heute ein schlichtes Denkmal mit fließendem Wasser auf schwarzem Stein.

Drum herum werden verschiedene Gebäude gebaut als Teil des Denkmals. Unter anderem ein futuristischer Bahnhof/Mall/Riesiger Treffpunkt

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One World Observatory

Unser Ziel war das One World Observatory, auf dem 2014 eröffneten One World Trade Center (Nachfolger des zerstörten World Trade Center).

Aufzug mit virtueller Präsentation über der Wandlung des New Yorker Skyline in den letzten Jahrhunderten, weitere virtuelle Präsentation mit Bildern aus dem typischen New Yorker Alltag, es ist wirklich schön gemacht. Man ist dort aber schließlich für die Aussicht. Und was für eine Aussicht ist das.

Wir verbrachten oben ziemlich lange Zeit und haben jede Menge Bilder gemacht. Es lohnt sich und ich kann die Erfahrung empfehlen.

Deutsche in New York

Als wir rausgingen waren wir ziemlich erschöpft, gut, dass meine Freunde bereits in den Vortagen eine nette Kneipe gefunden hatten. Naja...was passiert denn wohl wenn man sich mit Deutschen in New York trifft.

Die Kneipe war wirklich schön. Genauso wie sie sein sollte, laut, urig, mit kaltem Bier und pfiffigen Kellnern (die aber längst nicht die Unfreundlichkeit der rheinländischen Köbese erreichen). Ich fand es toll.

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Auf dem Weg zurück sind wir noch über Times Square gelaufen. Dieser Ort ist der Wahnsinn. Viel zu laut, viel zu voll, viel zu hell. Das Leben hat keinen Halt, alles ist 24/7 unter Strom. In meinem ziemlich müdem Zustand, muss ich ganz ehrlich zugeben, viel zu viel des Guten.
 

Anschläge in New York

Auf dem Rückweg erreichten mich dann die ersten Nachrichten von Freunden, dass es wohl Anschläge in NY gab. Komischerweise waren wir nur ein Paar Straßen vom Geschehen entfernt und haben nichts mitbekommen. Mit etwas mulmigem Gefühl kehrten wir zurück heim, wo wir dann die Reportagen in TV sahen.

Obwohl dieser Post sehr lang wird, möchte ich an dieser Stelle eine kleine Pause machen, da mir die folgenden Zeilen wichtig sind. Am nächsten Tag habe ich mich mit einigen New Yorkern über die Attentate unterhalten. Was mich unglaublich beeindruckt hat, war der Humor mit dem sie alle das Passierte betrachteten. Natürlich ist das irgendwo ein Schutzmechanismus aber trotzdem; diese Menschen lassen sich davon nicht einschrecken. Sie schließen sich nicht zu Hause ein, sondern führen ihr Leben normal weiter. Ich denke von dieser Einstellung, können wir uns Europäer ein Stuck abschneiden.

Der nächste Tag

Am nächsten Tag ging ich früh los um das Dream Gym zu besuchen. Yeeeeeessssssss! Endlich habe ich es gesehen, das Gym, welches ich seit Jahren verfolge. Es war genauso schrill, bunt und absurd wie ist es mir vorgestellt hatte. Ridiculous humans.

Zufrieden konnte ich dann zurück nach Boston kehren. Ich werde aber auf jeden Fall nochmal kommen.